Trentino-Tagebuch, Tag 4

Nach einer kurzen, von neuen Nachbarn gestörten Nacht, begann der Tag so, wie alle vorherigen auch- mit einem gemeinsamen Frühstück und wenigen, noch von Müdigkeit gezeichneten, Gesprächen. Nachdem wir uns auf den langen Tag eingestimmt haben, musste erstmal der Van mit allen Rädern beladen werden. Malte kennt sich prima mit den Platzverhältnissen im Mietwagen aus, also haben wir die Schlepp- und er die Präzisionsarbeit erledigt.

Frühsport im Van

Danach hane wir uns schon die Serpentinenkamikazestraße von Pieve di Ledro nach Riva hinab gewagt, um pünktlich den Stand eröffnen zu können.

Ledrosee

Italienische Straßen sind, so zumindest hier in der Gegend, meist ziemlich schmal, nur schlecht einsehbar und viel befahren. In Kombination mit den routinierten Piloten in bergtauglichen Allradwagen erlebt man hier als Tourist Szenarien, die einem den Angstschweiß auf die Stirn treiben.

Bergdorf

Überraschenderweise sind wir doch gesund und munter in Riva angekommen und haben den Stand für den langen Tag präpariert- die Expo ist bis um 22 Uhr geöffnet. Nach dem Regen- und Hagelschauer der vorangegangenen Nacht galt es, erstmal den Boden trocken zu legen und Unrat und Müll zu beseitigen.

Regenschauer am Gardasee

Cotic Cycles am Gardasee

Malte hat heute sein Cotic BFe zur Verfügung gestellt, um den potentiellen Interessnten die Möglichkeit zu geben, mal auf einem Rad der Größe M zur Probe zu sitzen. Vollgeschlammt wie es war, hat es für einen großen Kontrast zu den hochglanzpolierten Ausstellungsräder gesorgt.

Cotic BFe

Nachdem alle Vorbereitungen getroffen waren, haben wir den Dienstplan für den heutigen Tag besprochen. Denn aufgrund der vielen Stunden wollten wir ein Schichtsystem etablieren, damit jeder von uns auch mal die Möglichkeit hat, sich auf dem Festival umzuschauen.Und da gibt es natürlich reichlich zu sehen!

Dirtjump am Gardasee

Reifentauschaktion von Continental

Crema Cycles Espresso

Yeti A.R.C.

Kiosk am Gardasee

Und hier folgt ein kurzer Beweis, wie nah wir dem Mittelmeer sind:

Riva del Garda

Nach einigen Gesprächen mit Interessenten und einem langen Tag in der Sonne folgte am Abend noch das Fahrerbriefing zum morgigem Marathon, an dem Carsten und ich teilnehmen wollen. Zur Streckenbesprechung kamen wir natürlich zu spät, aber die Pastaparty haben wir nicht verpaßt.

Pastaparty am Gardasee

Der überraschenderweise ausgeschenkte Rotwein hatte ungefähr die Temperatur des Wassers im Gardasee, was ihn nicht gerade zu einem geschmacklichen Aha-Erlebnis hat werden lassen. Das war aber auch gar nicht weiter schlimm, denn wir hatten ja noch auf der Expo zu tun und wollten uns nicht volllaufen lassen. Außerdem ist Alkohol für uns Rennsportler bekannterweise Gift, und so haben wir, der Höflichkeit halber, nur kurz am genippt, um dann zurück zum Stand zu schlendern, an dem Malte allein zurück gelassen worden war.

Cotic Cycles Bike Festival Gardasee

Der Abend ist von Rennvorbereitungen geprägt: Fitness-Abendessen nach Art des Hauses (Bratkartoffeln mit Speck und einer großzügigen Portion Remoulade); Streckenbesprechung; Angst machen (viele Starter, wenig Platz, viel Gedrängel) und rhythmischen Klatschen zu Volksweisen aus einem südöstlichen EU-Land, um von dem Lärmterror der trinkfreudigen Nachbarn abgelenkt zu sein.

(3) Kommentare

  1. Wo ist das Bild mit den Bratkartoffeln? Das darfst du uns nicht unterschlagen. Das war ein schöner Abend, dank Gratisbier von Shimano und Cube, und den Heineken Bierchen zum Abendessen.

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