Hopping auf hanseatische Art

Dreissig Stunden sind nicht viel. Nicht auf der Lebensuhr eines Menschen und auch nicht viel, wenn es um die Planung eines Wochenendes geht. Leider stand uns kein grösseres Pensum zur Verfügung und so musste wir uns damit arrangieren, Samstag früh aufzustehen um nach Hamburg zu fahren. Unsere Gastgeber hatten zu unserer Unterhaltung ein „Best of“-Programm geplant, mit dem es auf keinen Fall zu Langeweile kommen sollte: Sightseeing und Fährenhopping für Alle, frühmorgendlichem Radfahren für die Alten und einer gehörigen Portion Großstadt-Flair. Zur Kinderunterhaltung hat es uns in die Speicherstadt verschlagen.

Dass wir unserem Ziel näher kamen, konnten wir ganz einfach erkennen- die Landschaft wurde immer flacher und flacher. Natürliche Erhebungen gab es irgendwann gar nicht mehr.

Vorharz

Vorharz

Nach dem fröhlichen Willkommensdrücken stand die Fahrt zum Hafen auf der Tagesordnung. Dank der hervorragenden Reaktion unseres routinierten Piloten bekam ein besonders träumter Verkehrsteilnehmer eine weitere Chance, aktiv am Leben teilzunehmen. Die meisten Menschen hätten ihn platt gefahren. Nach der Schrecksekunde galt es, zunächst eine Gruppenkarte für den öffentlichen Personennahverkehr zu erwerben. Mit der sollten durch uns Fähren und all die anderen, uns Provinzlern unbekannten, öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen sein.

Irgendwie hat sich ein ausgemergelter alter Kapitän an Bord der Fähre geschlichen und uns während der Überfahrt Geschichten von früher erzählt.

Der alte Kapitän und die begeisterte Zuhörerin

Und nach einer Fahrt durch den Hamburger Hafen kamen wir dann in Vollkontakt mit der Metropole an der Elbe.

Hamburger Hafen

Hamburger Hafen

Hamburger Hafen

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Ober- und unterhalb des Wasserspiegels.

Alter Elbtunnel

S-Bahn Hamburg

Nach dem anstrengenden Tag in Hamburg waren wir froh, einen entspannten Abend vor uns zu haben.

Ein paar von uns wollten am kommenden Morgen früh aus den Federn, um noch eine Runde Fahrrad zu fahren. So bekam ich endlich mal Gelegenheit, die sagenumwobenen Harburger Berge live und in Farbe zu erleben. Und eins kann ich jetzt mit Sicherheit behaupten: die zahllosen Bodenwellen waren ganz schön biestig zu müden Frühaufsteherwaden. Entspannter wurde es erst in der Heide.

Pyga OneTen 29

Der Nebel lichtete sich leider nicht. Farbig waren eigentlich nur die Räder. Die Landschaft zeigte sich typisch norddeutsch.

Heidelandschaft Harburg

Unser letztes Ziel vor der Abfahrt gen Heimat sollte die Speicherstadt sein.

Speicherstadt Hamburg

Bunt wurde es dann doch noch – in dem Miniatur-Wunderland.

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Miniatur-Wunderland

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Miniatur-Wunderland

Wir hatten das ganze Wochenende über mehr Spaß als an allen Tagen der Woche. Und die hat deutlich mehr als dreissig Stunden.

Vielen Dank und liebe Grüße an unsere Gastfamilie!