Bike-Festival Willingen

Nach der Saison-Eröffnung in Riva und dem dort eher mässig ausgeprägtem Interesse der anwesenden Radsportgemeinde haben Carsten, Malte und ich uns sehr auf  das Bike-Festival im Sauerland gefreut. Die Anreise sollte sich relativ problemlos und zügig gestalten lassen. Im Gegensatz zur zwölfstündigen Sitzfleisch-Folter auf dem Weg an den Gardasee betrug die Fahrzeit ins Sauerland nur schlappe drei Stunden. Ein Kinderspiel!

Ich bin von den Eaven Cycles-Jungs in Seesen aufgegriffen worden. Dort konnte ich mich in der Sonne aalen und noch ein wenig entspannen. Denn so viel stand fest- so ruhig wie in Riva würden wir es in Willingen nicht haben.

Auf der Fahrt hat uns die liebe Wetterfee eine bunte Auswahl ihres Könnens präsentiert. So hatten wir in drei Stunden strahlenden Sonnenschein, bedeckten Himmel und zum Schluß Regen biblischen Ausmasses.

Autobahn

Bike-Festival Roadtrip Eaven Cycles

Sauerland

Der Aufbau des Pavillions wurde so zu einer mehr feucht als fröhlichen Angelegenheit und wir drei sind trotz allerlei hochtechnischer und alpintauglicher Klamotten nass bis auf die Haut geworden.

Pavillion

Aber die Räder, und um diese sollte es bei diesem Event vorrangig gehen, sind alle trocken geblieben und warteten im gemieteten Sprinter geduldig in ihren Kartons.

Transporter

Am Freitag morgen hatte sich das Wetter gottlob gebessert, so dass wir uns frohen Mutes nach Willingen gewagt haben. Dort mussten wir dann erst einmal den Boden des Messestandes trockenlegen, um alle Ausstellungsstücke für nicht-gummistiefeltragende Menschen zugänglich zu machen.

Das Interesse der Messebesucher an den Cotics und Pygas war ganz zu unser aller Freude sehr ausgeprägt.

Bei langen und netten Gespräche mit vielen Messebesuchern konnten wir feststellen, dass die andauernde Existenz von Stahlrahmen mit leichter Verwunderung zur Kenntnis genommen aber keinesfalls infrage gestellt wird. Ein Großteil der Interessenten war entweder auf der Suche nach einem Nachfolger für das gern und viel gefahrene Stahl-Hardtail aus den späten Neunzigern oder wollte sich ein Rad mit „Seele“ zulegen, welche bei stählernen Produkten wohl eher als bei denen aus Aluminium oder Carbon vermutet wird.

Bei solch einem symaptischem Lächeln verwundert mich das auch nicht wirklich.

Die Seele lacht...

Wir konnten aber auch zum ersten Mal in Deutschland die neue Marke des Patrick Morewood aus Südafrika präsentieren: Pyga Industries.

Pyga

Mister Morewood ist mehrfacher südafrikanischer Champion im Downhill und hat über Jahre große Anteile am Erfolg der Marke Morewood gehabt. Die Anteile an seiner Firma hat er vor einiger Zeit verkauft um sich auf den Bau qualitativ hochwertiger, stabiler und schneller Trailbikes mit modernen Standards zu konzentrieren. In der Produktpalette befinden sich aktuell zwei Fullies mit 650B- bzw. 29″-Laufrädern und ab dem kommenden Jahr auch ein 650B-Carbon-Hardtail.

Carsten und ich sind am Samstag Vormittag mit unzähligen anderen Marathonisti durch das Sauerland geradelt und haben das Rennen auch beendet. Carsten konnte mir den in Riva herausgefahrenen Vorsprung wieder abnehmen. Dabei hat er sich bei dem Rennen nicht mehr auf ein Mountainbike mit klassischen Daten verlassen sondern Pygas neueste Geheimwaffe, das Zero 650B, verlassen.

Pyga Zero650B

Nach dem Rennen hat sich Stefan Frey, ein Redakteur der Zeitschrift „bike“, mein Rad für Fotofahrten und zu Testzwecken ausgeliehen. Am gleichen Tag erschien auf der Homepage der Zeitschrift ein kurzer Artikel über Pyga. Nach seiner Rückkehr schien Stefan recht angetan zu sein.