Dumme Idee: Benzintransport auf dem Fahrrad

Schon im Auto empfinde ich den Transport eines gefüllten Benzinkanisters als unschön: der Kanister wackelt meist zu sehr umher als dass ich es als sicher empfinden könnte und außerdem riecht es auch Tage nach dem Entladen noch unangenehm nach dem Zeug.

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Weil aber irgendwann in der kommenden Woche der Rasenmäher mit frischem Kraftstoff betankt werden möchte, um zuverlässig das wild spriessende Grün auf unserem Grundstück zu stutzen, kam kam ich heute auf die Idee, den fast leeren Kanister einfach auf dem Gepäckträger mit nach Goslar zu nehmen um ihn dort zu befüllen und ganz zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen zu haben: mit dem Rad wäre ich unterwegs gewesen, hätte gearbeitet und auch schon die Kür erledigt.

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Der Transport des leeren Kanisters gestaltete sich erfreulicherweise auch völlig stressfrei. Das änderte sich leider schlagartig, nachdem ich ihn randvoll befüllt (Volumen: 5l – Mindestabnahmemenge: 5l) und erneut fest gezerrt hatte. Denn beim Überfahren der ersten kleinen Bordsteinkante rutschte er vom Gepäckträger, stiess gegen den Seitenständer, woraufhin das Hinterrad blockierte, der Pilot kurz unruhig wurde und der Kanister über die Straße purzelte.

Zum Glück haben die Spanngurte einen heftigen Aufprall verhindert. Der Kanister ist intakt geblieben, was man von meinen Nerven leider nicht behaupten konnte. Der Schweiß rann mir aus allen Poren und nachdem ich meinen auf der Straße verteilten Kram wieder zusammen gesammelt hatte, überdachte ich kurzerhand den geplanten Transport des flüssigen Treibstoffs gen Heimat und bat meine Frau um Hilfe.

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Sie schüttelte nur kurz den Kopf. Wohl wissend, ein solches Szenario schon beim ersten Festzurren des Kanisters auf dem Gepäckträger erahnt zu haben.